RÜCKBLICK- FACHTAGUNG FAMILIENMEDIATION

in Hamburg „Familie – Wurzel der Demokratie?“ Warum mich diese Tagung fachlich wie persönlich bewegt hat

Die diesjährige Fachtagung hat für mich erneut gezeigt, wie eng Familienleben und demokratische Kultur miteinander verbunden sind. Demokratie beginnt auch dort, wo Menschen sich zuhören, Bedürfnisse aushandeln und Verantwortung teilen. Familien sind für mich zentrale Orte, an denen diese Haltungen wachsen können – oder eben nicht.
In meiner Arbeit als Familienmediatorin erlebe ich täglich, wie sehr sich Familien Beteiligung und Wertschätzung wünschen, aber im Alltag an ihre Grenzen und unter Druck geraten. 
Umso wertvoller war diese Tagung: ein Raum für Austausch, Reflexion und gemeinsames Lernen.
Ein besonderes Highlight war für mich, gemeinsam mit meiner Kollegin Dr. Monika Hartges als Gastgeberinnen unseres BAFM-Ausbildungsinstituts IMKA Hamburg auftreten zu dürfen. Mit vielen engagierten Unterstützer:innen haben wir vorbereitet, organisiert und gestaltet – und der Tagung unsere gemeinsame Handschrift gegeben.
Unser Workshop zum demokratischen Erziehungsstil lag mir besonders am Herzen. Die Vorbereitung mit Jasmin Birkel hat mich noch einmal in wichtigen Fragen geschärft:

  • Was bedeutet demokratisches Erziehen für mich persönlich?
  • Wie viel Mitbestimmung ist gut und wo braucht es klare elterliche Verantwortungsübernahme?
  • Wie gestalte ich Konflikte so, dass Kinder sich ernst genommen fühlen?

Gemeinsam mit Alexandra Hertel durften wir diese Fragen mit den Teilnehmenden praktisch erleben. 
Auch Gespräche auf den Stadtfesten, wie dem RambaZamba in Norderstedt oder der Bunten Altonale, im Vorfeld haben mich bewegt: viele Menschen berichteten offen, wo sie selbst im Alltag ringen – und wie entlastend es ist, diese Themen gemeinsam zu betrachten.
Ich bin überzeugt: Kinder entwickeln demokratische Fähigkeiten besser, wenn wir Erwachsene sie ihnen vorleben – nicht durch grenzenlose Aushandlung, sondern durch eine Haltung, die Beziehung, Respekt und Unterschiedlichkeit in den Mittelpunkt stellt.
Aus der Tagung nehme ich drei Gedanken besonders mit:
- Familien brauchen (Schutz)räume für Vielfalt und Perspektivwechsel.
- Konflikte sind notwendige Lernfelder – Mediation bietet einen sicheren Rahmen.
- Demokratie ist eine Haltung, die sich im Alltag zeigt: in Sprache, Beziehung, Grenzsetzung.
Für mich wurde einmal mehr deutlich: Familienarbeit und Mediation tragen entscheidend zu einer demokratischen Gesellschaft bei. Diese Überzeugung nehme ich gestärkt mit.
 

Fachtagung Familienmediation in Hamburg 2025

14.11.- 15.11.2025 THEMA: FAMILIE- WURZEL DER DEMOKRATIE?

Tagungsort: MachWerk, Paul-Dessau-Str. 3A, 22761 Hamburg

  • Keynote-Speakerin: Claudine Nierth- Bundesvorstandssprecherin von „Mehr Demokratie e.V.“ und Politaktivistin
  • Debatte zum Fachtagungsthema
  • 10 verschiedene Workshops

Juni
2025

Analog statt Digital

Infomeile "Buntes Altona" 28.- 09.06.2025 / Kinderfest "RambaZamba" 21.06.2025

Auf der Infomeile "Buntes Altona" und dem Kinderfest "RambaZamba" in Norderstedt war ich mittendrin: mit dem IMKA Hamburg und dem Verein Förderer der Familienmediation i.S.d. BAFM.
Mit einem Glücksrad voller Gewinnmöglichkeiten oder voller Fragen, einem Streitlösungswürfel, Gefühlslollies oder Streitmonster zum Basteln, und vor allem: mit viel Raum zum Zuhören und Austauschen – gerade, wenn das Glücksrad mal Pause hatte-.
Beim Kinderfest "RambaZamba" konnte man beim Drehen am Glücksrad Gutscheine für einen Familycheck, Kugelschreiber, Gummibärchen, Lollies, Glücksbleistifte und Regenbogenbleistifte gewinnen. In unserem Zelt konnten Gefühlslollies (die waren besonders beliebt), Streitmonster oder Wollherzen gebastelt werden. Das Glücksrad war der absolute Hit, aber auch unser Basteltisch war ständig voll und die Kinder haben mit Begeisterung gebastelt, während die Eltern eine kurze Pause hatten.
Auf der Infomeile "Buntes Altona" hat sich unser Glücksrad gedreht und zu jeder Frage kamen große und kleine Gedanken: Was wünsche ich mir in meiner Familie, damit es gerecht zugeht? Wo darf ich oder möchte ich in meiner Familie mitentscheiden? Wie kann man sich gut streiten und nach einem Streit wieder vertragen? Die Fragen sind inspiriert von dem Thema unserer Fachtagung in diesem Jahr in Hamburg. Dort wollen wir uns mit der Frage beschäftigen: "Familie – Wurzel der Demokratie?"
Am ersten Tag ließen wir unseren Demokratiebaum wachsen- mit Wünschen, Herausforderungen, Ideen. Familien, Kinder, Heranwachsende, junge Erwachsene haben ihre Stimmen sichtbar gemacht: für mehr Mitentscheidung, für mehr Miteinander.
Am zweiten Tag drehte sich alles ums Zuhören- ganz praktisch, mitten auf der Straße. Denn: Zuhören ist kein „Nice-to-have“- es ist das Herzstück jeder Beziehung. Es verhindert Streit. Und wenn´s doch kracht: Es heilt.
Die Kinder (und manchmal auch die Erwachsenen) haben jede Menge Streitlösungswürfel gebastelt und damit gezeigt: Man kann auch spielerisch lernen, wie man sich wiederfindet, wenn's mal schwierig wird.

Juni
2025

Informationsangebot für mehr Miteinander

Demokratie in der Familie

Meine Kollegin Jasmin Birkel und ich freuen uns schon sehr auf den 12. Juni 2025. An dem Tag werden wir in der Evangelischen Familienbildung Norderstedt mit Eltern oder Interessierten über dieses Thema sprechen. Demokratie ist nicht nur Politik, sondern vielmehr. Es ist auch eine Form des Zusammenlebens. Demokratie in der Familie bedeutet, gemeinsam zu entscheiden, fair zu sein, einander zu respektieren, zu verstehen und Verantwortung zu übernehmen. Wir hoffen, dass wir den Abend mit guten Impulsen und einem bereichernden Austausch füllen können.

Dezember
2024

Artikel zur IMKA Fortbildung "Versöhnen und Verzeihen- was lässt sich in der Mediation dazu beitragen"

Im Entstehen und im Agieren in ihren Konflikten fügen sich die Parteien oft Verletzungen, Kränkungen und manchmal auch realen Schaden zu. 
Daher ist in der Mediation die sachliche Konfliktklärung nur ein mögliches Ergebnis. 
Um die Chancen zu erhöhen, dass die Konfliktparteien zukünftig wieder leichter miteinander umgehen können, ist der Blick auf eine mögliche Versöhnung und Aspekte des Verzeihens unbedingt hilfreich.
 

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